1. August in Rain: Jodelgottesdienst und Risottoessen
Der Jodelgottesdienst vom 1. August in Rain fand sehr grossen Anklang. Das zur Tradition gewordene Risottoessen fand dieses Jahr wegen des unsicheren Wetters im Pfarreiheim statt.
So viele freiwillige Helferinnen und Helfer braucht es, um ein Pfarreifest zu stemmen.
Die Rainer Vereins-Fahnendelegationen würdigten mit ihrem prächtigen Einzug das Fest der Schweiz. Mit ihren wunderschönen und sehr gehaltvollen, sowie zum Nachdenken anregenden Jodelliedern brillierte das Jodelduo Pia und Urs Erni-Lang aus Aesch. Die beiden Jodelnden waren sich einig, dass es für sie eine grosse Freude ist, in Rain zu singen. Andreas Wüest begleitete die beiden an der Orgel.
In seinem Predigtwort nahm der neue Pfarreimitarbeitende und Theologieprofessor der Uni Luzern, Markus Ries, Bezug auf einen Artikel der Presse. Er erwähnte, dass im eidgenössischen Parlament der Anteil an religiösen Menschen höher sei, als in der Schweiz allgemein. Das stimme ihn doch tröstlich, denn mit religiösem Hintergrund nehme man die Verantwortung für die Schwächeren wahr. Wir seien alle privilegiert hier in der Schweiz geboren zu sein, in einem Land, in dem wir uns um Minderheiten und die Schwächeren kümmern, und dies sei nicht der Verdienst unserer Generation, sondern bei unseren Vorfahren gewachsen.
Bernhard Zemp aus dem Eigenthal sang am Ende des Festgottesdienstes den traditionellen Alpsegen, den sogenannten «Bätruef» in die Rainer Kirche. Der einstimmige, unbegleitete Sprechgesang wird in einem mundartlich gefärbten Hochdeutsch durch den vor den Mund gehaltenen hölzernen Milchtrichter - «die Folle» genannt - gesungen. Darin bittet Zemp Heilige um ihren Segen. Dies sei eine Tradition in Rain, welcher er nun schon um die zwanzig Jahre gerne nachkomme.
Beim auf den Gottesdienst folgenden Risottoessen kochten Markus Bucher und Hans Mehr und einige inzwischen «ausgebildete» Risottoköche viele Portionen feinstes Pilzrisotto. Die im Coulage-Chessi zubereitete, quasi «eingeschweizerte» Spezialität mundete allen sehr. Die verschiedenen feinen Kuchenstücke und ein Kaffee rundeten das schöne Pfarreifest süss ab.
Am Schluss der Veranstaltung blickte Marlies Mehr mit allen zum Teil langjährigen Helferinnen und Helfern auf ein gelungenes, wundervolles Pfarreifest zurück.
Text und Bilder: Margrit Leisibach Hausheer